Woher kommen wir? Wo gehen wir hin?
Geschichte hat mich seit frühester Kindheit fasziniert. Robin Hood, Ivanhoe und Prinz Eisenherz beflügelten meine Fantasie. Ich spann ihre Abenteuer weiter, spielte sie nach und drängte meine Eltern, mit mir jede Burg in erreichbarer Nähe zu erkunden.
Mit wachsendem Interesse stieß ich irgendwann auf die realen historischen Persönlichkeiten, die hinter den Legenden stehen. Richard Löwenherz, Prinz John oder die spanische Legende »El Cid« – wer waren die Menschen hinter diesen Geschichten wirklich? Je älter ich wurde, desto stärker wurde der Drang, hinter die romantisierten Bilder der Filme und Bücher zu blicken.
Nehmen wir Richard Löwenherz. In der Volksmythologie ist er der glänzende Held, während sein Bruder John als finsterer Tyrann das englische Volk drangsalierte – ein perfektes Bühnenstück für Legenden wie Robin Hood. Doch die Realität war weniger heroisch: Richard war ein aufbrausender Charakter, der sich auf seinem Kreuzzug mit fast allen Verbündeten überwarf. Die Schwester des französischen Königs ließ er sitzen, den byzantinischen Kaiser legte er in Silberketten und die Fahne des Erzherzogs Leopold ließ er in den Schmutz werfen. Kein Wunder, dass Leopold ihn auf der Rückreise gefangen nahm und ein fürstliches Lösegeld verlangte – bezahlt von einem Volk, das seinen König kaum je zu Gesicht bekam.
Doch ich schweife ab. Gerade dieser zweite Blick auf die Geschichte, jenseits der glänzenden Fassade, birgt für mich den größten Reiz. In meinen Erzählungen möchte ich historische Fakten mit meiner Fantasie verweben. Fakten bleiben Fakten – aber wer weiß, ob Jacob Grimm nicht doch einer alten Hexe begegnete? Ob Agenten durch Raum und Zeit reisen, um die Geschichte zu verändern? Und ob manch eine Romanfigur nicht einfach versucht, ihr eigenes Schicksal zu wenden.
Lassen Sie sich entführen auf eine Reise zwischen historischer Realität und fantastischer Erzählung – dorthin, wo die Grenzen manchmal fließend werden.
Folgen Sie mir von den alten Göttern, über Erzählungen von Königen und Rittern, bis in die Neuzeit und zu einer ungewissen Zukunft.

